GPD stellt seit mehr als einem Jahrzehnt kompakte Computergeräte her und gilt weithin als einer der frühen Vorreiter im Bereich der tragbaren Gaming-PCs und Mini-Laptops. Mit dem Testbericht zur GPD BOX beleuchten wir den ersten Vorstoß des Unternehmens in den umkämpften Mini-PC-Markt. Bietet die GPD BOX als kompaktes System, das in der Kategorie der Mini-PCs gelistet ist, genügend Vorteile, um sich von anderen kleinen Desktop-Systemen abzuheben? Schauen wir uns das einmal genauer an.
GPD BOX – Überblick
In diesem Testbericht zur GPD BOX beginnen wir mit den Abmessungen und dem Design. Die GPD BOX misst etwa 6,88 × 5,27 × 1,55 Zoll (17,5 × 13,4 × 3,95 cm) und wiegt rund 940 g (2,07 lbs). Ihr Erscheinungsbild unterscheidet sich deutlich von dem eines herkömmlichen Mini-PCs, wobei der bekannte Designstil von GPD durch die Frontblende mit Gitter und das Markenlogo erkennbar ist. Sie verfügt über eine unverwechselbare Optik, die auf einem Schreibtisch auffällt, ohne dabei überladen zu wirken.

An der Vorderseite befinden sich, von links nach rechts, ein 3,5-mm-Kombianschluss für Mikrofon und Audio, zwei USB-A-Anschlüsse mit 10 Gbit/s sowie zwei USB4-2.0-Anschlüsse, die eine Bandbreite von bis zu 80 Gbit/s unterstützen. Unterhalb dieser Anschlüsse befinden sich die beiden Lautsprechergitter mit einer Leistung von jeweils 2 W.

Auf der linken Seite des Geräts befindet sich ein Netzschalter mit integriertem Fingerabdrucksensor, der von einer LED-Anzeige umgeben ist. Dies ist eine nützliche Funktion für eine schnelle und sichere Anmeldung, insbesondere wenn die GPD BOX als Haupt-Desktop-Computer genutzt wird.

An der Rückseite finden Sie von links nach rechts den Stromanschluss. Beim Modell 356H ist zudem ein MCIO-8i-Anschluss vorhanden, darunter befinden sich zwei 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse. Für die Bildschirmausgabe verfügt die GPD BOX über HDMI 2.1 und DisplayPort 2.1 sowie zwei weitere USB-A-Anschlüsse mit 10 Gbit/s.

Sie können die GPD BOX horizontal auf Ihrem Schreibtisch verwenden, ähnlich wie einen herkömmlichen Mini-PC. Alternativ lässt sie sich mithilfe des mitgelieferten Ständers vertikal aufstellen, wodurch sie weniger Platz auf dem Schreibtisch einnimmt.


Insgesamt überzeugt das Design, insbesondere wenn Sie bereits andere GPD-Produkte besitzen und sich ein Setup mit einheitlichem Erscheinungsbild wünschen. Wir schätzen zudem die Möglichkeit der vertikalen Aufstellung, da sich die GPD BOX dadurch leichter in kleinere Schreibtische, Büroräume oder Gaming-Setups integrieren lässt.
Technische Daten des GPD BOX
In diesem Testbericht zur GPD BOX befassen wir uns mit zwei Haupt-CPU-Konfigurationen. Die GPD BOX ist entweder mit dem Intel Ultra 7 356H oder dem Intel Ultra X7 358H erhältlich. Beide Prozessoren verfügen über 4 Leistungskerne, 8 effiziente Kerne und 4 energieeffiziente Kerne. Der 356H erreicht eine Taktrate von bis zu 4,7 GHz, während der 358H bis zu 4,8 GHz erreicht.
Der größte Unterschied zwischen den beiden Versionen liegt in der Grafikhardware. Das Ultra 7 356H verfügt über eine Standard-Intel-Grafikkarte mit 4 Xe-Kernen und 32 Ausführungseinheiten. Im Vergleich dazu verfügt der Ultra X7 358H über eine Intel Arc B390-Grafikkarte mit 12 Xe-Kernen und 96 Ausführungseinheiten, was bedeutet, dass sich die Grafikleistung der beiden Modelle erheblich unterscheiden wird.
| Spezifikation | GPD BOX – Intel Ultra 7 356H | GPD BOX – Intel Ultra X7 358H |
|---|---|---|
| Prozessor | Intel Ultra 7 356H | Intel Ultra X7 358H |
| CPU-Kerne | 4 Performance-Kerne, 8 Efficient-Kerne, 4 Low Power Efficient-Kerne | 4 Performance-Kerne, 8 Efficient-Kerne, 4 Low Power Efficient-Kerne |
| Maximale CPU-Taktfrequenz | Bis zu 4,7 GHz | Bis zu 4,8 GHz |
| Grafiken | Intel Grafiken | Intel Arc B390 -Grafikkarte |
| GPU-Kerne / Ausführungseinheiten | 4 Xe-Kerne / 32 Ausführungseinheiten | 12 Xe-Kerne / 96 Ausführungseinheiten |
| RAM-Optionen | 32 GB oder 64 GB LPDDR5x | 32 GB oder 64 GB LPDDR5x |
| RAM-Geschwindigkeit | Bis zu 8533 MT/s | Bis zu 8533 MT/s |
| Aufbewahrungsmöglichkeiten | M.2-NVMe-2280- SSD mit 512 GB bis 4 TB | M.2-NVMe-2280-SSD mit 512 GB bis 4 TB |
| Drahtlose Konnektivität | Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3 | Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3 |
| Anschlüsse an der Vorderseite | 1× 3,5-mm-Kombianschluss (Mikrofon/Audio), 2× USB-A mit 10 Gbit/s, 2× USB4 2.0 mit bis zu 80 Gbit/s | 1× 3,5-mm-Kombianschluss (Mikrofon/Audio), 2× USB-A mit 10 Gbit/s, 2× USB4 2.0 mit bis zu 80 Gbit/s |
| Anschlüsse auf der Rückseite | Stromanschluss, MCIO 8i-Anschluss, 2× 2,5-Gb-Ethernet, HDMI 2.1, DisplayPort 2.1, 2× USB-A mit 10 Gbit/s | Stromanschluss, 2× 2,5-Gb-Ethernet, HDMI 2.1, DisplayPort 2.1, 2× USB-A mit 10 Gbit/s |
| eGPU-Anschlussmöglichkeiten | MCIO oder USB4 v2, je nach Konfiguration | USB4 v2 |
| Audio | Zwei 2-W-Lautsprecher | Zwei 2-W-Lautsprecher |
| Sicherheit | In den Ein-/Aus-Schalter integrierter Fingerabdrucksensor | In den Ein-/Aus-Schalter integrierter Fingerabdrucksensor |
| Abmessungen | 6,88 × 5,27 × 1,55 Zoll / 17,5 × 13,4 × 3,95 cm | 6,88 × 5,27 × 1,55 Zoll / 17,5 × 13,4 × 3,95 cm |
| Gewicht | Etwa 940 g / 2,07 lbs | Etwa 940 g / 2,07 lbs |
| Einführung | Horizontale Nutzung auf dem Schreibtisch oder vertikale Nutzung mit dem mitgelieferten Ständer | Horizontale Nutzung auf dem Schreibtisch oder vertikale Nutzung mit dem mitgelieferten Ständer |
Stromverbrauch
Die Energieeffizienz ist ein weiterer wichtiger Aspekt dieses Testberichts zur GPD BOX. Bei geringer Auslastung arbeitet das System sehr effizient: Im Leerlauf auf dem Desktop verbraucht es lediglich 4,3 W, beim Abspielen eines 4K-YouTube-Videos liegen die Werte im Durchschnitt bei etwa 9 W. Unter Volllast in Cinebench 2026 steigt der Stromverbrauch auf 87 W.
Tests zu Lüftergeräuschen und Temperaturen
Was die Lüftergeräusche und Temperaturen betrifft, so lag der Wert bei dem ausgewogenen Lüfterprofil während des Cinebench-2026-Multithread-Tests bei 49 dB, wobei die Temperaturen auf der Rückseite 72 °C erreichten. Bei einer Lüfterleistung von 100 % sinken die Temperaturen auf 57 °C, allerdings steigt der Geräuschpegel dabei deutlich auf 77 dB an.


System-Benchmarks
Für diesen Testbericht zur GPD BOX stellen wir zudem auf aktualisierte Benchmark-Testmethoden und eine neue Darstellungsweise um. Da wir seit einiger Zeit keinen Mini-PC mehr getestet haben, weichen die Benchmarks leicht von unserem üblichen Format ab.
Geekbench 6
Im Geekbench 6-Test schneidet die GPD BOX sehr gut ab. Sie erreicht einen Single-Core-Wert von 2.873 und reiht sich damit in die Riege einiger der besten tragbaren Gaming-PCs ein, die wir getestet haben. Sein Multi-Core-Ergebnis von 16.462 liegt über dem des GPD WIN 5 mit dem AMD MAX 385, bleibt jedoch etwa 9 % hinter den leistungsstärkeren Geräten mit dem AMD MAX+ 395 zurück.
| Gerät | Single-Core | Multi-Core |
|---|---|---|
| GPD WIN 5 (AMD MAX+ 395) | 2,809 | 17,996 |
| GPD WIN 5 (AMD MAX 385) | 2,890 | 14,738 |
| ONEXPLAYER ONEXFLY APEX (AMD MAX+ 395) | 2,898 | 18,198 |
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 2,873 | 16,462 |
Cinebench 2026
Für Cinebench 2026 liegen uns derzeit nur Ergebnisse für die GPD BOX vor. Im Single-Thread-Test erreicht sie 492,04 Punkte und im Multi-Thread-Test 3.955,26 Punkte. Diese Ergebnisse dienen als Referenzwert für zukünftige Vergleiche, sobald wir weitere Geräte mit demselben Benchmark testen.
| Gerät | Einzelner Thread | Multithreading |
|---|---|---|
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 492.04 | 3,955.26 |
PCMark 10
Im PCMark 10 erzielt die GPD BOX eine beeindruckende Punktzahl von 9.756. Damit liegt es 6,5 % vor dem ONEXPLAYER ONEXFLY APEX, 14,5 % vor dem GPD WIN 5 mit AMD MAX 385 und 20 % vor dem Modell MAX+ 395.
| Gerät | Ergebnis |
|---|---|
| GPD WIN 5 (AMD MAX+ 395) | 8,130 |
| GPD WIN 5 (AMD MAX 385) | 8,522 |
| ONEXPLAYER ONEXFLY APEX (AMD MAX+ 395) | 9,160 |
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 9,756 |
3DMark
Im 3DMark erzielt die GPD BOX 7.285 Punkte im Time Spy, 40.277 Punkte im Night Raid und 14.104 Punkte im Fire Strike. Mit diesen Ergebnissen liegt das Gerät bei GPU-intensiven Tests hinter den mit AMD-Prozessoren ausgestatteten Geräten zurück, wobei der größte Unterschied im Fire-Strike-Test zu verzeichnen ist, wo es um etwa 40 % hinterherhinkt.
| Gerät | Time Spy | Nachtangriff | Feuerstreich |
|---|---|---|---|
| GPD WIN 5 (AMD MAX+ 395) | 10,541 | 57,589 | 23,739 |
| GPD WIN 5 (AMD MAX 385) | 10,016 | 48,884 | 22,952 |
| ONEXPLAYER ONEXFLY APEX (AMD MAX+ 395) | 10,635 | 61,861 | 23,452 |
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 7,285 | 40,277 | 14,104 |
Gaming-Benchmarks
Im Rahmen dieses Testberichts zur GPD BOX aktualisieren wir zudem einige unserer Gaming-Benchmarks, um neuere Titel einzubeziehen. Das bedeutet, dass die Ergebnisse derzeit eine Mischung aus älteren und neueren Spielen enthalten.
Forza Horizon 6
In „Forza Horizon 6“ bei einer Auflösung von 1080p und den standardmäßigen Grafikeinstellungen „Very Low“ erreicht die GPD BOX bei 80 W 108 FPS und bleibt bei 55 W mit 104 FPS sehr nahe daran. Bei 28 W liefert sie immer noch flüssige 87 FPS, während die Bildrate bei 15 W auf 50 FPS sinkt. Das Ergebnis bei 5 W eignet sich lediglich für den leichten, energiesparenden Einsatz.
| TDP | GPD BOX FPS |
|---|---|
| 80W | 108 |
| 55 W | 104 |
| 28W | 87 |
| 15 W | 50 |
| 5 W | 8 |
Cyberpunk 2077
In „Cyberpunk 2077“ bei einer Auflösung von 1080p und den niedrigsten Einstellungen erreicht die GPD BOX bei 80 W 83 FPS und bleibt bei 55 W nahezu unverändert. Bei höheren TDP-Werten bleibt sie hinter den AMD-Geräten zurück, doch der Abstand verringert sich bei 15 W, wo ihre 37 FPS fast mit denen der Konkurrenz mithalten können. Bei 5 W sinkt die Leistung stark auf knapp über 6 FPS.
| Gerät | 80 W TDP | 55 W TDP | 28 W TDP | 15 W TDP | 5 W TDP |
|---|---|---|---|---|---|
| GPD WIN 5 (AMD MAX+ 395) | 127,57 FPS | 118,6 FPS | 72,11 FPS | 36,15 FPS | 23,34 FPS |
| GPD WIN 5 (AMD MAX 385) | 120,51 FPS | 110,29 FPS | 71,87 FPS | 39,44 FPS | 23,55 Bilder pro Sekunde |
| ONEXPLAYER ONEXFLY APEX (AMD MAX+ 395) | 124,18 FPS | 117,77 FPS | 78,43 FPS | 36,65 FPS | K.A. |
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 83,0 FPS | 82,51 FPS | 57,44 FPS | 37,23 FPS | 6,20 FPS |
Shadow of the Tomb Raider
In „Shadow of the Tomb Raider“ bei einer Auflösung von 1080p und der niedrigsten Einstellung erreicht die GPD BOX sowohl bei 80 W als auch bei 55 W 115 FPS. Bei höheren TDP-Einstellungen liegt sie hinter den AMD-Geräten zurück, doch bei 28 W verringert sich der Abstand auf 97 FPS. Bei 15 W bleibt sie mit soliden 66 FPS weiterhin konkurrenzfähig.
| Gerät | 80 W TDP | 55 W TDP | 28 W TDP | 15 W TDP | 5 W TDP |
|---|---|---|---|---|---|
| GPD WIN 5 (AMD MAX+ 395) | 192 FPS | 182 FPS | 126 FPS | 71 FPS | 33 FPS |
| GPD WIN 5 (AMD MAX 385) | 173 FPS | 165 FPS | 121 FPS | 71 FPS | 31 FPS |
| ONEXPLAYER ONEXFLY APEX (AMD MAX+ 395) | 193 FPS | 181 FPS | 128 FPS | 74 FPS | K.A. |
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 115 FPS | 115 FPS | 97 FPS | 66 FPS | 24 Bilder pro Sekunde |
Gaming-Leistung
Im weiteren Verlauf unseres GPD BOX -Tests haben wir mehrere Spiele unter realistischen Bedingungen getestet, anstatt uns ausschließlich auf synthetische Benchmark-Tests zu beschränken.
Forza Horizon 6
Wir konnten „Forza Horizon 6“ bei einer Auflösung von 1440p mit den standardmäßigen hohen Grafikeinstellungen und aktiviertem Intel XeSS-SR ausführen. Dies führte zu einem stabilen Ergebnis von über 60 Bildern pro Sekunde.

Subnautica 2
Bei „Subnautica 2“ haben wir Tests bei einer Auflösung von 1440p mit „Balanced TSR“-Upscaling und den standardmäßigen Grafikeinstellungen „Medium“ durchgeführt. Auch dabei lag die Bildrate bei über 60 Bildern pro Sekunde.

Ziele
Pünktlich zur Weltmeisterschaft haben wir „Goals“ getestet. Das Spiel lief in 4K bei maximalen Einstellungen und hielt dabei konstant mehr als 60 Bilder pro Sekunde.

Leistung der Emulation
Was die Emulation betrifft, so zeigt dieser Testbericht zur GPD BOX, dass Systeme bis hin zu moderneren Konsolen und Handhelds in unseren Tests ohne Leistungseinbußen laufen. Sofern unterstützt, können Sie die Darstellungsauflösung auf bis zu 4K erhöhen und zusätzliche Grafikverbesserungen vornehmen, um die Gesamtbildqualität zu verbessern. Sehen wir uns einige Beispiele für Emulatoren an.

PCSX2
Mit PCSX2 können Sie die Auflösung problemlos auf 4K erhöhen und verschiedene Grafikeinstellungen vornehmen. Die Spiele sehen nach der Hochskalierung deutlich besser aus.
RPCS3
Mit dem PlayStation-3-Emulator RPCS3 können Sie die Auflösung auf 4K hochskalieren und dabei dennoch eine hohe Leistung gewährleisten. Außerdem können Sie die anisotrope Filterung auf das 16-Fache erhöhen, um eine deutlich schärfere Bilddarstellung zu erzielen.

Vita3K
Bei Vita3K haben wir die Rendering-Auflösung erneut auf 4K erhöht und die anisotrope Filterung mit einem Faktor von 16 aktiviert. Die von uns getesteten Spiele lieferten stabile Bildraten.

Eden
Beim Eden-Emulator konnten wir in unseren Testspielen sehr gute Ergebnisse verzeichnen. Unser üblicher Testtitel, „Cruis’n Blast“, läuft im angedockten Zustand bei 1080p mit vollen 60 Bildern pro Sekunde. Die Leistung variiert je nach den Anforderungen des jeweiligen Spiels, doch insgesamt liefert die GPD BOX sehr gute Ergebnisse, auch bei First-Party-Titeln.
Die GPD BOX mit der GPD G2 eGPU-Dockingstation
Die GPD BOX wurde ganz offensichtlich speziell für die GPD G2 eGPU-Dockingstation entwickelt. Wir werden die GPD G2 in Kürze in einem ausführlichen Testbericht vorstellen, doch in diesem Testbericht zur GPD BOX konzentrieren wir uns darauf, wie sie mit der GPD BOX zusammenarbeitet.
Die GPD G2 bietet zwei Möglichkeiten zum Anschluss an ein Gerät: den MCIO-Anschluss und USB4 v2, das abwärtskompatibel mit dem Standard-USB4 ist. Das Modell GPD BOX 356H verfügt über einen MCIO-Anschluss auf der Rückseite, das Modell 358H hingegen nicht. Das bedeutet, dass Ihre Anschlussmöglichkeiten davon abhängen, welche Version der GPD BOX Sie besitzen.

Für unsere Tests steht uns das Modell 358H zur Verfügung, und wir nutzen die USB4-v2-Verbindung mit einer NVIDIA GeForce RTX 3090-Grafikkarte. Wie immer hängt die Leistung von der jeweils verwendeten Grafikkarte ab.
Forza Horizon 6
Wir spielen „Forza Horizon 6“ bei einer Auflösung von 1440p mit aktiviertem FSR-Upscaling und den Grafikeinstellungen auf „Extrem“, wobei wir mehr als 60 Bilder pro Sekunde erreichen.
Subnautica 2
Bei „Subnautica 2“ spielen wir in 4K mit DLSS-Upscaling in der Einstellung „Balanced“ und der Grafikvoreinstellung „Epic“. Unter Wasser sieht es hervorragend aus!
DOOM: The Dark Ages
Bei „DOOM: The Dark Ages“ spielen wir in 4K mit DLSS-Qualitäts-Upscaling und den Grafikeinstellungen „Nightmare“.

Abschließende Überlegungen
Zum Abschluss dieses Testberichts zur GPD BOX lässt sich sagen, dass die GPD BOX ein sehr interessanter erster Vorstoß von GPD in den Bereich der Mini-PCs ist. Sie sieht nicht wie ein typischer Büro-Mini-PC aus und vermittelt auch nicht diesen Eindruck – und genau das ist einer ihrer Hauptvorteile. Das Frontgitter, das kompakte Gehäuse, das GPD-Logo und die Option eines vertikalen Ständers verleihen ihm eine stärkere Identität als vielen anderen kleinen Desktop-Systemen.

Die Leistung ist für diese Preisklasse beachtlich, insbesondere wenn man bedenkt, dass die GPD BOX nicht ausschließlich als dedizierter Gaming-Mini-PC vermarktet wird. Sie eignet sich durchaus zum Spielen, und wie unsere Tests zeigen, liefert sie bei einer Vielzahl von PC-Spielen und Emulatoren überraschend gute Ergebnisse. Allerdings sollte sie nicht direkt mit einem Gerät wie dem GPD WIN 5 verglichen werden, das einer höheren Leistungs- und Preisklasse angehört.

Stattdessen sollte man die GPD BOX eher als kompakten Desktop-Computer für den täglichen Gebrauch betrachten, der bei Bedarf auch Gaming, Emulation, Medienwiedergabe, Produktivitätsanwendungen und anspruchsvollere Desktop-Aufgaben bewältigen kann. Er eignet sich gut als Mini-PC mit Intel-Prozessor, als Mini-PC für das Homeoffice, als Mini-PC für den geschäftlichen Einsatz und als Mini-PC für Streaming und reiht sich gleichzeitig in die breitere Palette der kompakten Intel-Computer, der Intel-PCs mit kleinem Formfaktor und der Intel-Mini-Desktops ein.

Die GPD G2-Dockingstation verleiht der GPD BOX ein neues Maß an Flexibilität. Durch den Anschluss einer externen Grafikkarte können Sie die Grafikleistung erheblich steigern und so höhere Auflösungen, bessere Bildeinstellungen sowie anspruchsvollere Spiele nutzen. Zudem eröffnet dies weitere Möglichkeiten für lokale KI-Anwendungen, GPU-beschleunigte Kreativanwendungen und andere Aufgaben, bei denen dedizierte Grafikhardware einen spürbaren Unterschied bewirken kann.

Die GPD BOX ist eine starke Ergänzung des GPD-Ökosystems und bietet für ihre Preisklasse eine gute Leistung sowie ein Design, das sich nahtlos in die Reihe der anderen GPD-Geräte einfügt. Wenn Sie bereits ein GPD-Fan sind und einen kompakten Mini-PC für Ihren Schreibtisch suchen, ist dieses Gerät uneingeschränkt empfehlenswert. Es ist klein, effizient, gut vernetzt und leistungsstark genug, um eine breite Palette an Alltagsanwendungen und Anwendungen für Enthusiasten abzudecken, ohne Ihren Arbeitsbereich zu überfüllen. Sie können sich auch weitere Systeme in der Kategorie „Mini-PCs“ ansehen.
Im GPD Store können Sie sich näher über die GPD BOX und die GPD G2 eGPU-Dockingstation informieren und diese bestellen; ein weltweiter Versand ist möglich.
Damit ist unser Testbericht zur GPD BOX abgeschlossen. Wir hoffen, dass er Ihnen weitergeholfen hat. Unser ausführlicher Testbericht zum GPD G2 wird in Kürze verfügbar sein; darin werden wir einen umfassenden Überblick geben und das Gerät mit verschiedenen Geräten testen.
GPD BOX FAQ
Eignet sich die GPD BOX zum Spielen?
Die GPD BOX ist in der Lage, weniger anspruchsvolle Spiele und gut optimierte Titel auszuführen, obwohl sie nicht als dedizierter Gaming-Mini-PC vermarktet wird. Während unserer Tests lieferte sie in Spielen wie „Forza Horizon 6“, „Cyberpunk 2077“, „Shadow of the Tomb Raider“, „Subnautica 2“ und „Goals“ brauchbare Ergebnisse, wobei die Leistung je nach gewählter Auflösung, Grafikeinstellungen und Leistungsstufe variierte.
Ist die GPD BOX besser als die GPD WIN 5?
Die GPD BOX sollte nicht als direkte Alternative zum GPD WIN 5 betrachtet werden. Das GPD WIN 5 gehört zu einer höheren Leistungs- und Preisklasse, während die Der GPD BOX lässt sich am besten als kompakter Desktop-Mini-PC beschreiben, der zudem über Gaming-Fähigkeiten und das Potenzial für ein eGPU-Upgrade verfügt.
Kann die GPD BOX für die Arbeit im Homeoffice genutzt werden?
Ja, die Der GPD BOX eignet sich hervorragend für den Einsatz im Homeoffice. Dank seiner kompakten Bauweise, der hohen CPU-Leistung, zahlreicher USB-Anschlüsse, zwei Bildschirmausgängen, eines Power-Knopfes mit Fingerabdrucksensor, Wi-Fi 6E und zwei 2,5-Gb-Ethernet-Anschlüssen ist er eine praktische Wahl, insbesondere für Arbeitsumgebungen mit begrenztem Platz auf dem Schreibtisch.
Funktioniert die GPD BOX mit der GPD G2 eGPU-Dockingstation?
Die Das GPD BOX ist mit der GPD G2-Dockingstation kompatibel, wobei die verfügbare Verbindungsart vom jeweiligen Modell abhängt. Die Version 356H verfügt über einen MCIO-Anschluss, während die Version 358H über USB4 v2 mit dem GPD G2 verbunden wird.
Ist die GPD BOX gut für Emulationen geeignet?
Auf der Grundlage der von uns getesteten Systeme ist die Die GPD BOX bietet eine sehr gute Emulationsleistung. PCSX2, RPCS3, Vita3K und Eden zeigten alle eine starke Leistung, wobei viele Spiele mit höheren Rendering-Auflösungen und aktivierten erweiterten Grafikeinstellungen ausgeführt werden konnten.



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